Hotel mit Hund - Was Du beachten musst

Hotel mit Hund - Was Du beachten musst

Gassi-Wege, Parkplätze und Duschbrause. Mit diesen Tipps und Tricks wird es einfacher das richtige Hotel für Dich und deinen Hund zu finden.

Das Schönste ist doch mit Deinem Liebling zusammen einen Kurz- oder Wochenendtrip an einen schönen unbekannten Ort zu machen, Euch zu erholen und dabei die spannende neue Umgebung zu erkunden. Doch Hundebesitzer wissen der Herausforderung. Ungewohnte Umgebungsgeräusche, das Zimmerpersonal und das Leben aus dem Koffer können für Dich und deinen Hund zur Herausforderung werden. Lies' hier welche Tipps und Tricks Hugo und ich uns in den letzten Jahren angeeignet haben und was sich im buchen, ein- und auschecken und im Umgang mit dem Personal bewährt hat.


Hotelauswahl - Worauf wir achten

Seit Hugo unser Leben bereichert, haben sich natürlich auch unsere Prioritäten bei der Hotelzimmer-Wahl verändert. Bisher gehörte eine gute WiFi Anbindung, die Nähe zu den öffentlichen Verkehrsmitteln oder die Möglichkeit sein Auto kostenlos (in einer Seitenstraße) abstellen zu können zu unseren höchsten Prioritäten. Der Weltherrschaftswatz und seine (sympathischen) Charaktereigenschaften sorgen jedoch für ganz andere Herausforderungen, wenn es darum geht das perfekte Hotelzimmer zu buchen.
Nun sind vor allem die Grünflächen rund um das Hotel besonders wichtig geworden. Schöne Gassi-Möglichkeiten gehören für uns im Urlaub  einfach dazu. Der morgendliche Spaziergang durch oder zu einem Hundefreundlichen Park bereichert den Aufenthalt und man sagt Hundebesitzern ja auch nach, dass sie so viel mehr zu sehen bekommen, wenn sie mit dem Hund spazieren gehen können. Aber auch ein Tiefgaragenstellplatz gehört oft zu unseren neuen Anforderungen. Im Sommer kann es unheimlich angenehm sein, wenn das Auto nicht schon morgens von der Sonne erhitzt uns der Start in eine spannendes Abenteuer nicht durch sticke, heiße Luft im Auto vermiest wird.
Im Zimmer gibt es zudem weitere Kleinigkeiten auf welche wir mittlerweile fast peinlich genau achten. Verschließbare und großzügige Schubladen retten unsere Lebensmittel (wir lieben Kekse!) und das Hundefutter sicher vorm neugierigen Hund und schützen ihn zugleich vor schlimmen Vergiftungen. Schließlich soll der Watz in seiner Ruhe-Zeit nicht unnötig auf Futtersuche gehen müssen. Eine zusätzliche Tür zwischen Schlaf- und Eingangsbereich hat sich ebenfalls als sehr nützlich erwiesen. Dadurch werden die Flur-Geräusche vom Hund fern gehalten und das Personal hingegen auch vom Hund. Perfekt!
Die (Liege-)Flächen zwischen Bett und Zimmerwänden sind nicht so erheblich für uns. In den meisten Fällen springt Hugo ohnehin sofort aufs Bett und macht es sich auf der mitgebrachten Tagesdecke bequem. Ist dein Hund etwas größer, kann aber auch das relevant für Euch werden. Viele Zimmer sind effektiv genutzt und die Freifläche auf dem Boden ist eher als Gasse zwischen den Möbeln denn als Staufläche für Koffer oder Hund nutzbar.
Zu guter Letzt gehört für uns auch eine ausziehbare Duschbrause zu den harten Bedingungen, nach welchen wir ein perfektes Zimmer im Hotel auswählen. Das mag seltsam klingen, aber bei ganz großem Hundematsch im Wald kann dein Hund sehr viel schneller und einfacher vom Dreck befreit werden. Der Weltherrschafts-Watz wird bei ganz großer Verschmutzung meist einfach unter fließendes Wasser gehalten und hinterher mit einem dunklen, mitgebrachten Handtuch trocken gerieben. Schon bleibt auch der Fußboden nach einem langen Spaziergang im Wald schön sauber.

Das perfekte Hotelzimmer für den kleinen Luxuus-Watz? Bodentiefe Fenster (zum Rausschauen) und ein gemütlicher, wohltemperierter  Hotelzimmerboden.

Hund im Hotel 003

Hundefreundlich bedeutet zudem nicht immer das Gleiche. Während manche Hotels mit kleinen Überraschungs-Tütchen (Leckerli, Spielzeug und Kotbeutel) glänzen, gibt es bei anderen einen missbilligenden Blick und den Hinweis darauf, dass das Tier bitte keinesfalls auf die Möbel springen soll. Buchen wir über Portale sehen wir oftmals den Unterschied nicht, denn es ist nur ein Häkchen das den Filter setzt. Steht in der Beschreibung der Unterkünfte nichts Spezielles über die Anreise mit Hund oder Zahlungsbedingungen, rufen wir auch kurzerhand mal an und fragen freundlich nach, wie erwünscht so eine Fellnase im jeweiligen Hause ist. Hier bekommst Du schnell ein Gefühl dafür, auf was Du und dein Hund Euch im Zweifel einstellen müsst.

„Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.“

Ernst R Hauschka (deutscher Lyriker)

Mit Hund im Hotel - Benehmen und Rücksicht

Vermutlich ist so manch' eine Abwehr und Verbote aus Erfahrungswerten der Hotellerie geboren. Nicht jeder Hund ist tiefenentspannt und nicht jeder Hundehalter bestens organisiert. Du kannst sicherlich nicht ob hin zu gestehen, dass dein Hund weder sein Fellkleid bei sich behält noch seine Schuhe am Eingang abstreift. Es liegt also an Dir wie viel Du tun kannst um es auch dem Zimmerservice zu erleichtern und als Hundefreund positiv in Erinnerung zu bleiben. Deshalb gehört für uns bei einer Reise ins Hotel auch immer eine etwas größere Tagesdecke, welche übers Bett geworfen wird, dazu. Oft sehen wir den Dreck im gold-gefärbten Fell des Watzes nicht detailliert und mit einer Tagesdecke können wir die gröbsten Spuren abwenden, ohne Hugo etwas stundenlang verbieten zu müssen. Kommt er nachts ins Bett gehüpft ist der Dreck schon längst aus dem Fell gerüttelt und auf den weißen Bettdecken und Lacken des Hotels sind keine Hundespuren sichtbar.

Hund im Hotel 001 Wir achten auch stets darauf seine Futternäpfe nicht auf den schönen Teppichboden, sondern ins Badezimmer oder auf eine feste Unterlage zu stellen. Hundefutter-Keks-Krümel und Wasserlachen neben dem Napf sind da am besten aufgehoben, wo wir sie schnell und unkompliziert auch selbst wegwischen können. Zwei Handgriffe, alles ist sauber weggewischt und wir tragen all den Schmodder auch nicht selbst durch das kleine Hotelzimmer. Der offene Müll wird ebenfalls zeitnah entsorgt und der Hund wird auch nicht stundenlang alleine auf dem Zimmer gelassen. Ist er im Frühstückssaal nicht erwünscht versuchen wir natürlich die Zeit ohne ihn so kurz wie möglich zu halten und hängen währenddessen auch gerne ein "Achtung, kleiner Hund" an die Türklinke so dass das Personal vorgewarnt ist, sollte es in der Zeit das Zimmer aufräumen wollen.

Bereits bei Buchung geben wir Bescheid, dass wir mit Hugo anreisen werden und darum bitten nicht zwingend das hinterste Hundezimmer zu bekommen. Gerade in Irland ist es uns oft passiert, dass wir völlig abgeranzte und von der Rezeption meilenweit entferne Zimmer bekommen haben, obwohl der Watz doch gut erzogen ist und ruhig sein kann. Eine Frechheit, wenn man bedenkt dass für Hundezimmer oft extra gezahlt werden muss. Dass wir Hugo an die kurze Leine nehmen, sobald wir unser Zimmer verlassen, ist für den Umgang mit ihm sowieso selbstverständlich. Hab' auch lieber zwei oder drei Kotbeutelchen mit auf Reisen, fall es vor Ort keine zu kaufen gibt.


Die Kosten

Vermutlich hast Du es schon geahnt, denn viele Hotels erheben (aufgrund des größeren Reinigungsaufwandes) eine zusätzliche Gebühr für Deine Fellnase. Bitte erkundige Dich im Vorfeld wie viel Dich das kosten wird und ob es weitere Regeln dabei zu beachten gibt. Bis zu 30€ pro Nacht kann Dich dein Freund kosten, wenngleich die meisten Zimmerpreise zwischen 5€ und 15€ liegen.


 

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