Nach dem Gassi - Hund im Bett?

Nach dem Gassi - Hund im Bett?

Gassi kann schon anstrengend sein, ein ausgiebiges Schläfchen ist deshalb unumgänglich. Aber wo liegt der Watz am Liebsten? Eines der umstrittensten Themen: Darf der Hund mit ins Bett? - Hier kommt meine Antwort.

Ich weiß nicht warum ich die ersten zwei Tage nach Ankunft von Hugo so feste und so oft 'nein' zu seinem herzerweichenden Blick am Bettrand gesagt habe. Er hatte so lieb gefragt und mein innerstes hatte so oft "oh maaaan, so ein Kuschel-Watz wäre ja total toll" gedacht. Hatte ich zuvor zwei Katzen die regelmäßig im Bett waren (und dabei viel penetranter in ihrer Schlafposition als der Hund) war ich irgendwie der Meinung ein Hund sei' 'zu dreckig' dafür und es tut der Erziehung nicht gut, wenn er das darf.


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Schon bald wachte ich dennoch mit einem Schlaf-Watz am Fußende des Bettes auf. Was, wieso? Fragst Du Dich vielleicht. Ehrlich gestanden: Das weiß ich gar nicht mehr wirklich. Hugo hatte sich diesen Platz definitiv erschlichen, denn ich hatte in meinem riesigen Bett (in welchem ich zu der Zeit noch meistens alleine lag) im Schlaf absolut gar nichts davon mitbekommen. Der (im ausgestreckten Zustand) nicht mal 60cm lange Mops-Mischling (der es zu allem Überfluss) einfach unfassbar liebt mit irgendeinem Körperteil 'anzudocken' war völlig unbemerkt aufs Bett gehupft und hatte sich an der anderen Ecke zusammengerollt und verstohlen-süß geschaut als ich ihn dort das erste Mal erspäht hatte. Ihn für etwas zu schimpfen, das ich mir eigentlich total gerne gewünscht habe hielt ich für unangebracht und sinnlos. Schließlich hatte mit Hugo auch später noch oft genug gezeigt wie gut er es auseinander halten kann wenn ich etwas ernst meine oder etwas nur sage, damit es eben mal gesagt ist.

Der kleine Dreck-Watz und die Tagesdecke

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Im Zuge der darauffolgenden Wochen merkte ich doch, dass ein Hund definitiv mehr Dreck nach Hause bringt als zwei Katzen und so wurde ich müde vom täglichen Brösel aufsaugen und bei jeder Kleinigkeit die Bettwäsche zu wechseln. Wirklich missen wollte ich den Kuschel-Watz mittlerweile aber trotzdem nicht. Was also tun? Schließlich belastet die ständige Wascherei nicht nur das Bettzeug selbst, sondern auch die Umwelt und die Stromrechnung. Eine Tagesdecke musste her!

Elegant über der Bettwäsche geworfen (und groß genug um über die Bettkante zu gehen) hält sie wirklich einen Großteil des Waldes auf Hugos pfoten fern des Bettes und lässt mich auch gut schlafen, wenn es darum geht eventuell übersehenen (und heruntergefallenen) Zecken fern zu bleiben. Hier hatte ich nämlich schon Erfahrungen zu Katzenzeiten gemacht und das musste sich nicht wirklich wiederholen.

Ist die Tagesdecke übrigens hell oder sogar weiß, merkst Du erst was da wirklich an Schmutz hängen bleibt und ich komme auch hier nicht drum herum diese mindestens einmal die Woche zu wechseln (was aber deutlich schneller und einfacher geht als eine doppelte Montur Bettwäsche ab und wieder aufzuziehen). Zumal mal so eine robuste Überdecke auch problemlos bei 60 Grad gewaschen werden kann.


Das Bett ist groß genug für alle

Nun kann ich definitiv verstehen, dass ein großer, langhaariger, (vielleicht) sabbernder Hund tatsächlich die Hygiene Grenzen vieler Menschen im Bett überschreitet. Zumal es ja auch viele Hunde gibt, die gar nicht mit ins Bett wollen weil es schnell zu warm wird oder sie einfach nicht der Typ dafür sind. Mittlerweile haben sich bei uns sonntägliche Spiel-Attacken und alberne Decke-über-den-Kopf-zieh Rituale routiniert und es gibt wirklich kaum etwas Schöneres als diese Momente (wie eine kleine Familie) zu genießen.

„Zu viele Hunde werden nur als fußwärmende Bettvorleger gebraucht.“

Stefan Wittlin

Aber auch andere Tage gibt es. Immer mal wieder, wenn nach einem anstrengenden Tag nochmal eifrig diskutiert und erzählt wird, verschwindet der kleine Watz gerne freiwillig im Nachbarzimmer um seine Ruhe zu haben und sich zurück zu ziehen. Diese Möglichkeit soll er auch unbedingt haben, Respekt gehört da definnitiv dazu. Wird es etwas ruhiger, braucht es auch keine zwei Minuten und er hat wieder in der Kniekehle oder am Rücken angedockt und sich eingerollt. Von aufkommender Dominanz und schwierigen Erziehungsproblematiken merke ich bis heute nichts. Bei uns heißt es deshalb definitiv: Natürlich darf Hugo mit ins Bett! Das Bett ist groß genug für alle.

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Comments (2)

  1. Sandra & Shiva

Ach wie schön... ein kleiner Kuschelhund. Jaja, ich liebe diese Kuschelmomente auch. Shivas Vorgänger waren ausgesprochene Kuschelhunde und haben auch immer angedockt, wenn sie nicht gleich ganz auf mir drauf lagen. Shiva kuschelt leider nicht...

Ach wie schön... ein kleiner Kuschelhund. Jaja, ich liebe diese Kuschelmomente auch. Shivas Vorgänger waren ausgesprochene Kuschelhunde und haben auch immer angedockt, wenn sie nicht gleich ganz auf mir drauf lagen. Shiva kuschelt leider nicht ganz so gerne, aber sie kommt regelmäßig für Streicheleinheiten und Schmusemomente vorbei. Die genieße ich voll und ganz.

Du hast vollkommen recht! Das Bett ist groß genug für alle und wenn es doch zu klein ist, dann muss ein größeres Bett her. Schlie?lich geh?rt die ganze Familie zusammen.

Flauschige Grüße
Sandra & Shiva

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  1. DogLove

Meine dürfen nur ins Bett, wenn Herrchen nicht da ist , aber das wissen die beiden auch. Wenn er da ist liegen sie brav neben dem Bett

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