Pausengassi - Hund und Job, wie geht das denn?

Pausengassi - Hund und Job, wie geht das denn?

Hund und Job, wie geht das denn? Im freiberuflichen Alltag bist Du zwar oft vermeintlich flexibler, versumpfst aber im Chaos der Selbstorganisation. Wie eine Gassi-Struktur uns zu unseren Pausen zwingt und wir den Arbeitsalltag meistern, liest Du hier.

Bereits in einem anderen Artikel hatte ich erzählt, wie Hugo meinen Job-Alltag als freiberufliche Fotografin revolutioniert hat. Ein großes Thema, durch dass ich über die monatliche miDoggy Blogparade inspiriert wurde. Aber wie genau machen wir ich das eigentlich? Selbstorganisation und Kundenfreundlichkeit? Wie legen wir Termine und was gehört bei uns ganz selbstverständlich mit dazu? 


Freiberuflichkeit und Hund - kein großes Problem | mitdoggy blogparade

Als Fotografin habe ich durchaus den Vorteil meine Arbeitszeiten selbst zu bestimmen. So stehe ich täglich zwischen 7 und 8 Uhr auf und beginne meinen Tag mit einer kurzen, fünfzehn minütigen Gassirunde in unmittelbarer Nähe. Meist ist es die gleiche Runde und sorgt bei uns beiden für einen entspannten Start in den Tag. Hellwach und mit einer Tasse Kaffe wird dann losgearbeitet.

Es folgt eine intensive Zeit der Organisation. Kundentelefonate, Buchhaltung, Marketingmaßnahmen und Bildbearbeitung. Dabei sitze ich die meiste Zeit vor dem Computer und verlasse den Bürobereich nur für weiteren Kaffee oder Haushaltskram. Hugo verzieht sich nach seinem Frühstück meist ins Schlafzimmer oder an einen der vielen anderen Hundeplätze in der Wohnung und hat seine verdiente Ruhephase. Gehe ich kurz in den Keller oder nach draußen, sage ich ihm Bescheid und er weiß mittlerweile, dass ich recht schnell wieder komme.

Mittagspause - pünktlich zum großen Spaziergang

Heimat mit Hund 001

Gegen 12 Uhr knurrt bereits mein Magen und Hugo wird das erste Mal voll wach, wenn er merkt ich stehe in der Küche. Spätestens gegen 14 Uhr werde ich dann minütlich für das Mittagsgassi angestupst und wenn es die Stimmung zulässt, setzen wir uns ins Auto und fahren bis zu 20 Minuten ins Umland für ein etwas ausgiebigeres Gassi in Wald oder Feld. Nicht immer habe ich Zeit und Lust eine ganze Stunde oder länger spazieren zu gehen und es soll ja auch für ihn nicht ganz so einseitig sein. So ersetzen wir das klassische Gassi auch ab und zu mit einem Spaziergang in die Stadt (um nicht selten kleine, berufliche Einkäufe zu erledigen) oder den Gang zur Post. Auch ein Treffen mit anderen Hundebesitzern ist in der Zeit möglich und sorgt bei ihm und mir für Abwechslung.
Stehen kleine Portrait-Jobs, Meetups mit Kollegen, Kundentermine oder ähnliches an, wird es schon außergewöhnlicher mit der Organisation. Ist es möglich diese Termine auf die Gassizeit zu legen und ist der Grund des Termins eher locker und freundschaftlich, kommt es durchaus vor, dass er mit darf und mal bei einer Floristin im Ladengeschäft rumliegt oder bei einem Treffen mit KollegInnen unterm Tisch das Gaststättentreiben beobachtet. Ist es unangenehm laut am Ort des Geschehens oder wäre Hugo neben einem normalen Gassi zu sehr ausgelastet, lasse ich ihn lieber bis zu vier Stunden alleine zuhause. Dort fühlt er sich wohl und kann in Ruhe schlafen. Das kommt höchstens einmal bis zweimal in der Woche vor und tut uns beiden ab und zu ganz gut.

An den Wochenenden im Sommer folgen dann meist meine großen Jobs, die über acht, neun oder bis zu zwölf Stunden gehen können. Keine Chance den Hund hier temporär alleine zu lassen oder mitzunehmen. Durch die weit im Vorraus stehende Buchung ist es für mich aber problemlos möglich langfristig zu planen und hat mein Freund oder meine Mom mal keine Zeit sich zu kümmern, gibt es immer noch Hugos heißgeliebte, professionelle Hundebetreuung in der er auch wertvollen Hundekontakt hat. Und dann gibt es noch weiter entfernte Termine oder job-bedingte Ortswechsel für spezielle Produktionen, Workshops oder Meetups. Sie sorgen dafür, dass der Watz durchaus auch mal eine Wochenendreise antritt oder über eine Woche (wie im Urlaub) bei der Betreuung bleiben muss. So ist immer wieder Denk- und Organisationsarbeit gefragt, wenn es darum geht, den Kalender meines Freundes, den eigenen und die Bedürfnisse von Hugo miteinander abzustimmen.

Letztes Gassi - Der Abschluss des Arbeitstages

Da Freiberufler ja bekanntlich selbst- und ständig arbeiten, endet auch mein Arbeitstag oft mit dem Abendgassi gegen 22 Uhr. Diese weitere kleine, fünfzehn minütige Tour wird mir glücklicherweise oft von meinem Freund abgenommen. Durch die Möglichkeit tagsüber viel private Angelegenheiten zu erledigen bleibt mir Abends wirklich nur noch ein gutes Buch, ein schöner Blogartikel oder direkt das Bett zum Schlafen. Yay!

 Im Vergleich zum klassischen Angestellten habe ich als selbstständige Fotografin sicherlich mehr Planungsfreiheiten und bin deutlich flexibler in der Rahmengestaltung meines Tages. Dafür ist fast kein Tag wie der andere und es gibt dadurch auch genug Organisations-Hürden die genommen werden müssen. Oft ist es sogar einmal mehr eine Hunde-Entscheidung ob ich einen kleinen Job mache, oder nicht. Schließlich zeigt mir Hugo immer wieder wie wichtig Pausen und Struktur im Alltag sind und dass es sich definitiv nicht lohnt seinen Kalender randlos voll zu setzen. Job und Hund? - Für mich absolut machbar und gar nicht mehr anders vorstellbar.

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Comments (1)

  1. Lisa Schweizer

Hund & Job kann wirklich gut klappen. Gerade als Freiberufler ist es sicherlich noch viel einfacher, als bei jemanden, der einen festen Job mit entsprechenden Schichten hat. Da haben Sie natürlich viele Vorteile. Doch ich bin immer der Meinung,...

Hund & Job kann wirklich gut klappen. Gerade als Freiberufler ist es sicherlich noch viel einfacher, als bei jemanden, der einen festen Job mit entsprechenden Schichten hat. Da haben Sie natürlich viele Vorteile. Doch ich bin immer der Meinung, dass man immer einen Weg finden kann, Arbeit, Freizeit sowie den Hund ohnehin zu kombinieren. Wenn es Jobs mit festen Schichten sind, geht es eben besser, als beispielsweise in der Pflege, bei der Polizei oder als Feuerwehrmann. Doch ein Hund entspannt eben auch nach einem stressigen Arbeitsalltag, sodass dies perfekt passt. Ist jedoch nur meine Meinung.

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