So geht gutes Gassi: Tipps zum Spaziergang mit Hund

So gehst Du richtig Gassi: Tipps zum Spaziergang mit Hund

Bei Regen, Schnee oder Sturm. Manchmal sogar, wenn die Sonne scheint: Die folgenden Punkte zeigen Dir, was Du beim Gassi richtig machen kannst. 

Egal wie lange, wann und wie häufig: Jede Fellnase hat ihre eigenen Gassi-Bedürfnisse. Die sind Jahreszeitabhängig und für jede Strecke ein wenig anders. Alter und Gemütszustand der Hunde spielen auch eine Rolle. Wir haben Dir alle wichtigen und richtigen Punkte fürs Gassi gehen zusammengefasst. Hier findest Du heraus, worauf es ankommt. 


Ein erfolgreiches Gassi ist nicht für alle gleich. Egal ob Du gern stundenlang in den Wald gehst, oder 30 Minuten im Stadtpark Übungen mit deinem Hund machst. Gemeinsame sportliche Aktivitäten stehen auch hoch im Kurs. Deine ganz eigenen Prioritäten und persönlichen Gassi Highlights wirst Du bald für Dich herausfinden. Doch ein paar Rahmenbedingungen sind für alle Gleich: Das gegenseitig aufeinander acht-geben und aufmerksam bleiben, wenn es darum geht anderen Hundebesitzern auf der Straße zu begegnen oder auf einer Wiese zu toben. Für den rücksichtsvollen und angenehmen Spaziergang mit Hund kommen hier unsere wichtigsten Rahmenbedingungen.

spannendes Gassi 001

So lange solltest Du mit Hund Gassi gehen

Bedingt durch Deine Arbeitszeiten und das Alter Deines Hundes sind die Gassi-Zeiten natürlich unterschiedlich. Welpen und ältere Hunde benötigen eher kürzere Strecken, dafür am mehrmals am Tag.  Der Durchschnitts-Hund ist jedoch robust und läuft auch längere Strecken mit Dir zusammen. Er gewöhnt sich schnell an einen vorgegebenen Rhythmus, erwartet aber Zuverlässigkeit.

Wann Du mit deinem Hund Gassi gehen solltest 

Außergewöhnliche Aktivitäten können Deine Gassi-Zeiten beeinflussen. Durch übermäßiges Trinken im Winter, oder Badespaß im Sommer kann es schnell mal dringend werden. Hier musst Du aufmerksam bleiben. Wird ein Zwischen-Gassi notwendig, zeigen Hunde das an. Oftmals mit Fiepen, anstupsen oder vor-der-Türe stehen. Sei nachsichtig, wenn das ausversehen zu einem kleinen Dilemma führt. Das ist auch für deine Fellnase keine angenehme Sache. 

Wie oft Du mit deinem Hund Gassi gehen solltest

Drei Mal am Tag wird von vielen als ein normaler Gassi-Durchschnitt empfunden. Es gibt deinem Hund die Möglichkeit sich regelmäßig zu erleichtern, ohne dabei zu viel Zeit in Anspruch zu nehmen. Dabei ist es egal, ob die Morgenrunde, die Mittags- oder Abendrunde großzügiger ausfällt, Gassi sollte mindestens so lange gehen, wie dein Hund eben benötigt um sein Geschäft zu verrichten.

Entspanntes Gassi 001

 


Gassi-Regeln und Hunde-Knigge

Doch 'einfach nur' spazieren-gehen ist bei mittlerweile 11,8mio Hunden nicht immer möglich. Es leiden tausende Menschen Angst vor Hunden und viele Vierbeiner tun es ihnen gleich. So hat sich über die Jahre hinweg eine Art Hunde-Knigge etabliert. Er regelt wie der Umgang beim Gassi sein sollte:

FREUNDLICH, AUFMERKSAM, ZURÜCKHALTEND UND DISTANZIERT

Achte also zunächst auf die vorherrschende Leinenpflicht. Während der Brut- und Setzzeit (zwischen März und Juni) gilt diese übrigens orts-unabhängig beispielsweise auf dem Feld. Hast du deinen Hund unter Kontrolle und kannst ihn zuverlässig zu dir rufen ist das Ableinen okay. Es gilt: Halt deinen Hund im nahen Umfeld und lass' ihn keinesfalls ohne Berechtigung auf andere zu gehen. 

Auch die Hinterlassenschaften deines Hundes wegzuräumen gehört dazu. Zumindest überall, wo es stören könnte.  Bedenke auch zukünftige Aktionen am Ort des Geschehens. Vielleicht wird es beim Mähen des Rasens sonst böse Überraschungen für Dritte geben. 

Wie auch im menschlichen Umfeld ist die Hundewelt bunt. Nicht immer sind nur junge und gesunde Hunde unterwegs. Viele Missverständnisse entstehen durch unvorsichtiges Aufeinandertreffen. Ist der andere Hund an der Leine, so nimm' auch Du deinen Hund zu Dir. Bittet Dich der Halter um Abstand, so gewähre ihm diesen auch. Sollte dann noch etwas schief-gehen: Entschuldige Dich dafür. 


Gassi im Hochtaunus grosser Feldberg 005
Auch bei Regen und Schnee kann Gassi-gehen Spaß machen. Eine gute Vorbereitung macht es Dir und Deinem Hund leichter der Witterung zu strotzen. 

Equipment-Liste fürs Gassi-Gehen

Gassi-Gehen ist Kultur! Denn nicht selten haben Hundemenschen spezielle Taschen, Schuhe, Hosen und Jacken für ihr Gassi-gehen. Nicht selten sind diese sogar farblich aufeinander abgestimmt. So fancy das für Hundebesitzer wirkt, so unwichtig ist es vermutlich für den Hund. Dieser benötigt lediglich vier Dinge, für ein positives Gassierlebnis: 

  • Die richtige Leine und Halsband / Geschirr
    Die passende Hundeleine ist obligatorisch. So ist es üblich für Stadt-Strecken die 2-Meter-Leine zu nutzen und den Hund nahe bei Dir laufen zu lassen. Für Park- oder Grünflächen eignen sich arretierbare Flexi-Leinen besonders gut, denn hier kannst Du deinen Hund im Zweifel zurückhalten, ihm aber auch mehr Auslauf und Schnüffel-Möglichkeit bieten. Die Langlauf-Leine (oder auch Schleppleine genannt) kann für die Sicherung eines Jagdhundes im Wald oder zur Übung des Rückrufs genutzt werden. Eine Auswahl zuhause und beim Gassi dabei zu haben bietet sich für jeden Hundebesitzer an. 

  • Umweltfreundliche Hundekotbeutel 
    Auch hier kannst Du wählen. Nicht jede Gassi-Strecke hat Kotbeutelspender am Wegesrand stehen. So bietet es sich an selbst für den Grundbedarf zu sorgen. Packe auf jeden Fall auch ein Notfall-Tütchen in den Geldbeutel oder die Jackentasche. So strotz Du jedem verärgerten Bürger, sollte er denken dass Du doch tatsächlich ohne Räumaktion das Feld verlassen wirst. 

  • Wasserflasche und Leckerli 
    Gerade im Sommer oder bei längeren Spaziergängen, helfen Dir Wasser und portabler Hundenapf beim Kampf gegen den Durst deiner Fellnase. Mobile Näpfe gibt es in Groß und Klein, sie sind leicht verstaubar und können zusammengefaltet werden. Perfekt für den Besuch im Restaurant, falls Du mal nicht automatisch eine Schüssel Wasser für Euren Hund serviert bekommt. 

  • Genug Handtücher 
    Im Winter ein Muss, für den Herbst ebenfalls zu empfehlen: Microfaser-Handtücher für das Eindämmen der Sauerei - nach dem Gassi. Selbst wenn Dein Hund nicht im Dreck gespielt hat, die Pfoten werden nass sein. Denn oftmals können wir gar nicht verhindern, dass Wasser durch die Gang-Bewegung an die Beine spritzt. 

 


 

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