Getreide-Grannen beim Hund - Aufgepasst beim Gassi gehen!

Getreide-Grannen beim Hund: Die Sommer-Gefahr auf den Feldern.

Die garstige Granne sorgt beim Hund für tiefe Verletzungen. Wir zeigen Dir wie Du beim Gassi Gehen Schlimmeres vermeidest und damit umgehen lernst.

Im Sommer kämpfen wir Hundebesitzer nicht nur gegen Verbrennungen und Hitze, Grannen können dem Hund ebenfalls Schwierigkeiten bereiten. Die agilen Bestandteile der Getreide-Ähren bohren sich oftmals tief ins Hundefell. Mit der Zeit wandern sie sogar unbemerkt unter die Haut. Das führt zu Entzündungen und hat im Zweifel schwerwiegende Folgen. Nicht selten wird deshalb sogar ein Hund operiert. Lies hier, woran Du Grannen erkennst, wie Du sie entfernst und was Du bei einer Verletzung tun kannst. 


Sobald die Weizenfelder zu wachsen beginnen, rüsten sich auch die Getreide-Grannen zum Kampf. Sie umschließen die (für die Pflanze) wertvollen Samen. Die langen Haaren wirken dabei wie Stacheln auf uns. Die vielen kleinen Widerhaken an den Grannen krallen sich an Kleidung und Hundefell fest. Die Bestimmung ist es, den Samen zu verteilen, damit dieser später in die Erde wachsen kann. Nur so kann sich die Pflanze vermehren. Dabei hilft meist die messerschafte Spitze am Kopf. Denn diese bohrt sich fest in den Boden. 

Grannen beim Hund - Roggen und Gerste
Links Roggen mit den üppigen Samen und rechts Mäusegerste.  

WAS SIND GRANNEN - EIN ÜBERBLICK

Grannen sind ein natürliches Instrument zur Vermehrung von Getreide. Deutschland braucht sie für seine Landwirtschaft. Roggen, zum Beispiel ist Grundnahrungsmittel. Wir gehören dabei zu den größten Produzenten weltweit. Deshalb sind die Felder auch im Winter wie dafür gemacht. Wir kennen den Roggen als sommerlich gelbe oder winterlich graue Flächen auf den Feldern. Die vielen verschiedenen Sorten werden unterschiedlich groß. Meist reicht uns Roggen bis zur Hüfte. Aus der Sicht Eures Hundes ist es jedoch ein goldenes Meer. Roggen erkennst Du an der üppigen Frucht und durch etwas Grau an den eher kürzeren Spitzen

Grannen beim Hund MäusegersteGerste ist in der Landwirtschaft ebenfalls ein wichtiges Getreide. Sie kommt ursprünglich aus Fernost und wirkt sommerlich leicht. Verschiedene Größen sind auf vielen Feldern zu finden. Meist wird die Gerste nur ein Jahr alt. Das gelb-grüne Gewächs wiegt sich vermeintlich harmlos im Wind, doch Achtung, hier lösen sich die Grannen ziemlich schnell. Einmal abgeworfen, liegen sie dann auf der Straße - eine gefährliche Falle in die dein Hund treten kann. 

GRANNEN BEIM HUND - DIE SYMPTOME

Die gemeine Granne setzt sich sehr leicht ins Fell. Eine kurze Berührung während des Spaziergangs, schon geht ihre Reise los. Im ersten Moment ist sie noch leicht zu erkennen. Gefährlich wird es erst, wenn sie unbemerkt bleibt. Durch Druck und Bewegung bohrt sie sich nämlich möglicherweise unter die Haut. Auch an Nase und Ohren kann sie einen Weg ins Innere finden. Erst nach einer Weile führt das auch zu Auffälligkeiten. Denn der Hund zeigt bei Grannen folgende Symptome:

WIEDERHOLTES SCHÜTTELN UND NIESEN
Versucht dein Hund offensichtlich etwas an seinem Körper abzuschütteln oder los zu werden, kann das ein ersten Anzeichen für eine Granne sein. Aber Achtung, das ständige Schütteln und die Bewegung solltest Du vermeiden. Denn dadurch kann sich eine Granne noch tiefer in die Haut deines Hundes bohren oder tiefer in Körperöffnungen rutschen.

JUCKREIZ UND STÖRGEFÜHL AM KÖRPER
Vermehrtes Kratzen oder Beißen kommt ebenfalls vor. Damit versucht der Hund den störenden Fremdkörper los zu werden. 

RÖTUNGEN UND SCHWELLUNGEN
Optisch einfach zu erkennen sind Rötungen und Schwellungen - zum Beispiel rund um die Augen, auf der Haut oder um die Nase.

EINGESCHRÄNKTE BEWEGUNG
Humpeln, Stolpern und schweres Gehen können ebenfalls Zeichen für eine Grannen-Verletzung sein. 

Um die kleinen Biester zu erkennen, ist Aufmerksamkeit gefragt. Bei kurzem Fell fallen sie leichter auf. Hat dein Liebling jedoch längeres Fell können sie optisch leicht verschwinden. Auch in der Nase und im Ohr siehst Du sie meist nicht. 

Grannen beim Hund sie kleben überall
Nur einmal kurz die Leine durch das Gersten-Feld gezogen und schon war sie voll von kleinen Bewohnern. Geht der Hund einen Schritt rückwärts kann sich die Granne ganz leicht im Fell verfangen. 

die Granne im Hund - das kannst Du tun

Klebt die Granne im Fell, ist das noch kein Grund zur Panik. Meist lässt sie sich recht einfach entfernen. Merke Dir zur Sicherheit die jeweiligen Stellen. Denn wurde die Haut bereits verletzt, kann sich die Stelle auch später noch entzünden. Sieht es also nach Schmerzen aus, ist der Gang zum Tierarzt dringend empfohlen. Das entwickelt sich jedoch erst nach einigen Stunden. Möchtest Du vorbeugen gilt es folgendes zu beachten: 

  • Felder mit Getreide solltest Du meiden. Vor allem im Sommer machst Du besser einen Bogen drumherum. 
  • Nach dem Spaziergang kannst Du deinen Hund absuchen. Ähnlich wie bei Zecken ist hier Aufmerksamkeit gefragt. Übliche Stellen sind an den Pfoten, unter den Armen, am Rumpf und am Hals. Zwischen den Zehen, in der Nase und im Ohr ist ebenfalls Vorsicht geboten. 
  • Regelmäßiges Bürsten sorgt nicht nur für ein schönes Fell, es entfernt auch die Fremdkörper in den Haaren. 
  • Das Kürzen der Haare an den Pfotenzwischenräumen sorgt ebenfalls für weniger Fläche in welcher sich Grannen festsetzen können. 

Vor allem im Sommer ist die passende Gassi-Strecke vielleicht deshalb ganz arg wichtig. Du kannst beispielsweise statt aufs Feld, lieber in den Wald oder ans Wasser gehen. Ganz verhindern wirst Du den Kontakt zu Grannen vermutlich nicht Aber jetzt weißt Du ja auf was Du achten musst. 

 

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!